Interview

Management & Krankenhaus - Zeitung für Entscheider im Gesundheitswesen


EPMA-Representation at NIH / NCI, USA


20th meeting of EDRN- Steering Committee

Elected Member of the Committee: Prof. Dr. O. Golubnitschaja

Invited Guest: Dr. V. Costigliola

Presentation: Paradigm Change from Curative to Predictive, Preventive and Personalised Medicine: Novel Strategic Trends in Europe

see the Programme:
https://www.compass.fhcrc.org/pub/bin/meeting/files/pdf/edrn_sc_agenda_20100301.pdf


Comments to the 1st Workshop of EPMA (Brussels, November 13-14th 2008)


The Beginning of a New Direction of Medicine in Europe
by Dagmar Kapallová & Marko Kapalla

The entire article was adopted from Konzílium 1/2009, p. 14, with kind permission from Dr. Anna Korimová, the editor of "Konzilium" (The official journal of Slovak Medical Chamber, ISSN 1335-7123)"
 

Comments to the 2nd Workshop of EPMA (Brussels, November 13-14th 2009)


Predictive, Preventive and Personalised Medicine
by Marko Kapalla & Dagmar Kapallová

The entire article was adopted from Konzílium 6/2009, p. 16, with kind permission from Dr. Anna Korimová, the editor of "Konzilium" (The official journal of Slovak Medical Chamber, ISSN 1335-7123)"


Comments to the 1st Workshop of EPMA (Brussels, November 13-14th 2008)

PROvendis engagiert sich für den Einsatz voraussagender Diagnostik



Comments to the 1st Workshop of EPMA (Brussels, November 13-14th 2008)

by Ursula Breitbach
Representative of the German Federation of Diabetics

Prävention im Fokus eines internationalen Workshops

Am 13. und 14. November 2008 trafen sich in Brüssel auf Einladung von Professor Dr. Olga Golubnitschaja, Leiterin der Abteilung „Molekulare Radiologie“, Radiologische Klinik der Friedrich-Wilhelm-Universität Bonn und Generalsekretärin der „European Association for Predictive, Preventive and Personalised Medicine“ (EPMA), Wissenschaftler, Ökonomen, Politiker und Patientenvertreter zu einem internationalen Workshop. Ziel der Veranstaltung war es, die Forschungsergebnisse auf dem Gebiet der prädiktiven, d.h. der vorhersagbaren diagnostischen Medizin, der Prävention und der individuellen Behandlungsmöglichkeiten von Patienten vorzustellen und zu diskutieren, aber auch, Maßnahmen zu erörtern, diese Erkenntnisse zu nutzen und im Sinne der Patienten wirksam umzusetzen.

Die EPMA wurde in diesem Jahr gegründet mit der Zielsetzung, den Präventionsgedanken in der Medizin voranzubringen, eine hoch qualifizierte Forschung und deren grenzüberschreitende Standardisierung zu fördern sowie in Folge dessen die individuelle Behandlung von erkrankten Menschen zu verbessern. Ein hochgestecktes Ziel, nicht nur aus Sicht der Fachwelt, sondern auch in den Augen der Patienten. Prof. Golubnitschaja hat sich daher in ihrem Buch „Predictive Diagnostics and Personalized Treatment: Dream or Reality?” (erschienen in „Nova Science Publishers“, New York 2008) eingehend mit dieser Thematik befasst. Als Vorsitzende dieses Workshops stellt sie denn auch die entscheidende Ausgangsfrage: Haben wir es hier mit „Traum oder Wirklichkeit“ zu tun?  

Die Teilnehmer des Workshops hatten sich  in den Räumen der Vertretung des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen bei der Europäischen Union in Brüssel eingefunden, um in einem regen Gedankenaustausch alle Aspekte der vorhersagbaren Diagnose und Prävention in ihren Auswirkungen auf dem Gebiet von Medizin, Biotechnologie und Bioinformatik zusammenzutragen. Wichtig waren hierbei nicht nur die Ergebnisse medizinischer Studien, sondern auch die Frage nach der Möglichkeit des Wissenstransfers und der Vergleichbarkeit unterschiedlicher internationaler Standards sowie der Umsetzbarkeit wissenschaftlicher Vorhersage-Methoden auf die Anwendung beim Patienten. Nicht zuletzt steht hinter all diesen Überlegungen die Frage nach der Kosten-Nutzen-Relation.

Kern der prädiktiven Medizin ist es, mit Hilfe von sogenannten Biomarkern – das sind messbare Stoffwechselprodukte wie beispielsweise Proteine –, die mittels Bluttests untersucht werden können, bestimmte Erkrankungen oder Folgeerkrankungen vorhersagen zu können. Hierbei spielen sowohl genetische als auch umweltbedingte Faktoren eine Rolle. Liegen erhöhte Werte solcher Biomarker mit dem Hinweis auf das Entstehen bestimmter Erkrankungen beim Patienten vor, so kann der Betroffene gezielt präventiv behandelt werden. Leidens- und kostenintensive Folgen können vermieden oder reduziert werden. Immer wieder betonten die Forscher und Mediziner, dass es wichtig ist, den Patienten vor allem ganzheitlich zu betrachten. Dass hierdurch sehr positive Ergebnisse erzielt werden können, zeigen entsprechende Studien mit Krebs-, Alzheimer-, Parkinson- und Diabetes-Patienten.

Die Zahl der Diabetiker weltweit, so Prof. Golubnitschaja, beträgt zur Zeit rd. 230 Millionen, von denen 90 Prozent einen Typ 2-Diabetes mit mehrheitlich metabolischen Begleiterkrankungen entwickelt haben. Diabetes ist eine Volkskrankheit, die weltweit 30 Prozent aller Kosten im Gesundheitswesen verursacht. Präventiv kann der Patient durch Ernährungs- und Bewegungsmaßnahmen selbst viel dazu beitragen, seinen Diabetes gut zu behandeln. Ein Faktor, der jedoch vielfach unberücksichtigt bleibt, ist Stress. Auf Stressfaktoren reagiert jeder Körper individuell unterschiedlich. Die möglichen Folgen sind katastrophal: stille Infarkte, neurologische Schädigungen, Krebs. Prof. Golubnitschaja forscht bereits seit vielen Jahren auf dem Gebiet der diabetischen Retinopathie - der häufigsten Augenerkrankung bei Diabetikern. Sie hat einen inzwischen patentierten Bluttest zur Untersuchung von Biomarkern entwickelt, anhand derer weitere Folgeerkrankungen der Betroffenen vorhersagbar sind. Sind die Biomarker erhöht, kann der Betroffene durch frühzeitige regelmäßige Kontrollen und entsprechende präventive Maßnahmen diesen Folgeerkrankungen entgegenwirken.

Im Fokus des Brüsseler Workshops stand neben den Forschungsergebnissen zur prädiktiven Medizin auf dem Gebiet unterschiedlicher Krankheitsbilder auch deren Einbindung in entsprechende Informationssysteme zum Nutzen der Patienten. Zur Zeit werden Patienten-Daten von Laboratorien, Kliniken, Praxen, Apotheken, Pharma-Industrie, Krankenversicherungen u.v.m. unstrukturiert in diesen Teilbereichen verwaltet. Die Folge: Daten versickern oder sind dort, wo sie benötigt werden, nicht entsprechend abrufbar. Hier fordern die Wissenschaftler ein weltweit zentrales Dateninformationssystem, das den Patienten ganzheitlich betrachten lässt, d.h. alle diagnostischen Felder des Patienten mit einbeziehen kann, um Vorhersagen richtig einzuordnen und mögliche Fehldiagnosen zu vermeiden.

Prävention spielt jedoch im Rahmen gesundheitspolitischer Entscheidungen immer noch eine untergeordnete Rolle. Für Diagnosen, Therapieziele und Behandlungsmaßnahmen ist eine gewisse Standardisierung notwendig, die national bisweilen jedoch sehr unterschiedlich aussieht und sich in der Regel an Effizienzkriterien orientiert, wie sie Einrichtungen wie das NICE in Großbritannien oder das NIST in den USA festlegen. In Deutschland ist hierfür das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) zuständig, das jedoch mehr als seine internationalen Vorbilder das Gewicht auf die Kostenanalyse legt. Dr. L. Clark vom amerikanischen National Institute of Health (NIH/NCI) plädiert daher dafür, die Standardisierung international auszurichten und dabei nach einheitlichen Kriterien vorzugehen, die sich u.a. an der Wirksamkeit und Umsetzbarkeit orientieren. Dabei sollte die Forschung mögliche Konsequenzen einer Standardisierung bereits in ihre Überlegungen mit einbeziehen. Das sollte auch für die Forschung im Bereich der Biomarker gelten.

Auch Dr. P. Jehenson, Vorstandsmitglied des Ressorts Gesundheit bei der EU-Kommission in Brüssel, hob in seinem Vortrag die Bedeutung der über Europa hinaus grenzüberschreitenden Forschung auf dem Gebiet der prädiktiven Medizin hervor, vor allem was Diagnostik, Schutz- und Kontrollmaßnahmen im Rahmen der Gesundheitsfürsorge betrifft. Ein solches Projekt wird daher auf EU-Ebene als durchaus förderungswürdig eingestuft.

Der eigentliche Adressat der Bemühungen prädiktiver Medizin ist jedoch der Patient, dem Tests und wissenschaftliche Erkenntnisse zugute kommen sollen. Als Vertreter aus den Reihen der Betroffenen hielt Martin Hadder vom DDB Landesverband NRW e.V. eine Rede an die Teilnehmer des Workshops. Hierin machte er deutlich, dass Diabetiker zwar ebenso wie Nicht-Diabetiker ihren Beitrag zum Wohle der Gesellschaft leisten, jedoch, wenn es um ihre Erkrankung geht, nur unzureichend versorgt werden. Er forderte daher, den Patienten individuell zu behandeln und präventiv tätig zu werden. Die technologischen Voraussetzungen sind da und sollten daher entsprechend genutzt werden. Der Patient sollte dabei stets im Mittelpunkt stehen. Das, so Hadder, sei zwar auch eine Forderung der deutschen Gesundheitsministerin; nur habe der Patient das Gefühl, gerade dort im Wege zu stehen.

Auch die ethischen Aspekte der Forschung auf dem Gebiet der Biomarker wurden kritisch von Prof. A. Cambon-Thomsen, Universität von Toulouse/Frankreich, beleuchtet. Wichtig, so die Wissenschaftlerin, ist vor allem die umfassende Transparenz von Informationen gegenüber dem Patienten und seinen Angehörigen. Tests und Kriterien müssen klar definiert werden. Der Datenschutz hat ebenso absolute Priorität. Was Gentests betrifft, so sollten diese ausschließlich im Rahmen wissenschaftlicher Forschung und mit dem Ziel der Patientenbehandlung vorgenommen werden. Letztlich sollte diese Debatte in der Gesellschaft immer wieder geführt werden.

Uneinheitlich ist auch die Betrachtung der ökonomischen Aspekte des Themas. Der Vertreter der Krankenkassen gab durchaus zu, dass Prävention für die Kassen derzeit uninteressant ist, obwohl man sich bewusst sei, dass es langfristig der kostengünstigere Weg ist. Währenddessen gab Dr. A. D’Amico von der European Business Associates in Rom überzeugende Argumente der Kosten-Nutzen-Relation präventiver Medizin. Investitionen in Prävention- und Schulungsmaßnahmen verbessern langfristig Effizienz, Wirksamkeit und soziale Einwirkungen sowie den eigenen Marktwert im europäischen Wettbewerb.

Am zweiten Tag des Workshops konnten die Gesprächspartner sich austauschen und gemeinsam umsetzbare Ideen entwickeln. Mit der EPMA hat Europa auf dem Gebiet der prädiktiven und präventiven Medizin im Hinblick auf eine individuelle Behandlung des Patienten nun einen gemeinschaftlichen Ansprechpartner auf dem internationalen Parkett in diesem Forschungsbereich.


Comments to the 2nd Workshop of EPMA (Brussels, November 13-14th 2009)

by Ursula Breitbach
Representative of the German Federation of Diabetics


Prädiktive Medizin – Auch Diabetes-Patienten können profitieren

Die European Association for Predictive, Preventive and Personalised Medicine – kurz: EPMA – wurde  im vergangenen Jahr gegründet und veranstaltete im November 2008 ihren ersten internationalen Workshop über Sinn und Zweck der vorhersagenden Diagnostik in der Medizin in Brüssel. Pünktlich zum Weltdiabetestag folgte am 13. / 14. November 2009 der zweite Workshop. Als einzige Patientenorganisation war der Deutsche Diabetiker Bund Nordrhein-Westfalen unter den Teilnehmern. Fazit: EPMA hat ein gut funktionierendes Netzwerk zur Verbreitung seiner Ziele aufgebaut. Europaweit sind Zentren für Prädiktive Medizin gebildet worden. Die länderspezifischen Unterschiede in Europa machen es dennoch nicht leicht, die Inhalte Prädiktiver Medizin allen politischen Gremien und Finanzgebern, und nicht zuletzt auch den Patienten immer deutlich zu machen.
   

Professor Dr. Olga Golubnitschaja, Generalsekretärin von EPMA und Leiterin der Abteilung Molekulare/Experimentelle Radiologie der Universitätsklinik Bonn, hatte ihre wissenschaftlichen Kollegen aus dem europäischen und außereuropäischen Raum zu diesem Workshop eingeladen mit dem Ziel, Erfahrungen darüber auszutauschen, in welchem Maße die Ziele von EPMA in den einzelnen Ländern seit dem letzten Workshop angenommen und umgesetzt werden konnten. EPMA hat es sich zur Aufgabe gemacht, vorbeugende Diagnosemaßnahmen möglichst frühzeitig und individuell bei den Patienten zur Anwendung zu bringen. Bei einer Vielzahl von Erkrankungen – am meisten verbreitet hiervon sind Brustkrebs, Diabetes Mellitus Typ 2 und Glaukom – könnte dadurch früh genug präventiv behandelt und Schlimmeres vermieden werden.

Komplexe Sachverhalte koordinieren

Vorsorgeuntersuchungen, wie sie betrieben werden, haben aus Sicht der prädiktiv arbeitenden Wissenschaftler oftmals nur eine einseitige diagnostische Wahrnehmung. Der Organismus ist jedoch ein komplexes System, das auf mehreren Ebenen erfasst werden sollte, um genaue Diagnosen stellen zu können. Zum einen wurden spezielle Biomarker entwickelt, die eine vorhersagende Diagnostik ermöglichen. Auf der anderen Seite spielt es jedoch auch eine entscheidende Rolle, wie die dem Patienten verabreichten Arzneimittel auf den menschlichen Organismus und seine genetische Beschaffenheit wirken. Und nicht zuletzt steht am Ende die Frage nach der Lebensqualität des Patienten. Nur unter Berücksichtigung all dieser Faktoren ist eine individuelle vorausschauende Behandlung von Patienten möglich.

Bei allen umsetzbaren Möglichkeiten muss jedoch auch überlegt werden, wie viele Tests notwendig sind und was bezahlbar ist. Auch diese Fragen gilt es für EPMA zu klären. Hierzu ist es erforderlich, dass Experten aus allen Bereichen wie beispielsweise der Labormedizin, Bioinformatik, aber auch aus Industrie, Versicherung und Risikomanagement zusammenarbeiten. Ziel ist es auch, europaweite Datenbanken aufzubauen, die Prädiktive Medizin unterstützen können.

Länderübergreifende Erfahrungen im Netzwerk


Gastredner Professor Hiroyasu Iso von der Universität in Osaka, Japan, zeigte am Beispiel der Umsetzung präventiver Maßnahmen zur Vorbeugung Koronarer Herzerkrankungen (KHK), dass Japan die Ziele von EPMA im Prinzip bereits umgesetzt hat. Japan ist neben Indien, Israel, Taiwan und der Türkei eines der assoziierten außereuropäischen Länder, die sich der Initiative von EPMA angeschlossen haben. KHK, so Professor Iso, ist eine Lebensstil-Erkrankung genauso wie Diabetes und das Metabolische Syndrom. In Japan hat man sich die Leitlinien der Fachgesellschaften für Bluthochdruckerkrankungen, Fettstoffwechselstörungen, Diabetes, Schlaganfall und KHK im Rahmen von Präventionsmaßnahmen zunutze gemacht. Überall in Städten und Schulen hängen Banner oder Plakate mit Hinweisen über die Risikofaktoren dieser Erkrankungen. Weitere Maßnahmen sind Bewegungsaktivitäten und Kapitel zur Gesundheitslehre in Schulbüchern. Auch Kochkurse für Schüler werden angeboten. Die positiven Ergebnisse schlagen sich nicht nur im besseren Gesundheitszustand der Patienten, sondern auch in den niedrigeren Kosten der nationalen Krankenversicherung nieder.

In den europäischen Nachbarländern wurden die Netzwerk-Kontakte der EPMA-Vertreter breit gefächert. In den meisten Ländern wurden neben Forschungs- und Laboreinrichtungen, Industrie-Organisationen und Versicherungen vor allem auch Regierungsstellen und Ministerien sowie bestehende Patientenorganisationen angesprochen. Als problematisch stellte sich heraus, dass EPMA nicht von allen Regierungen anerkannt wird, da man dort den Sachverhalt aus einem anderen Blickwinkel heraus betrachtet. Dabei steht die Behandlung bestehender Krankheiten im Vordergrund, nicht die Prävention. Anders als in Deutschland, wo die Frage der Finanzierbarkeit im Vordergrund steht, geht Österreich beispielsweise mit gutem Beispiel voran, wo sich gleich mehrere Ministerien in das Netzwerk von EPMA einbringen wollen. Als wichtigen Meilenstein zur Anerkennung der EPMA-Aktivitäten ist vor allem aber das Treffen der Wissenschaftler mit Vertretern der Vereinten Nationen und der Weltgesundheitsorganisation zu sehen, das am 8. Dezember 2009 in Genf stattfand.

Ethische und Wert-besetzte Fragen klären

Über allen Aktivitäten von EPMA, seine Ziele zu verwirklichen und ein länderübergreifendes Netzwerk aufzubauen, dürfen grundlegende Inhalte nicht außer Acht gelassen werden. Darauf wies Professor Dr. Heinz Lemke von der Technischen Universität Berlin am zweiten Tag des Workshops in seinem Vortrag eindringlich hin. Allen Anwendern sollte vor Augen geführt werden, was Prädiktive Medizin per Definition ist, welche Standards und Methoden sie anwenden und welchen ethischen Leitlinien und Werten diese Medizin folgen sollte. Gerade diese Punkte werden Patienten-Organisationen wie der Deutsche Diabetiker Bund zum Wohle der Betroffenen auch weiterhin kritisch verfolgen.

Nutzen für Diabetes-Patienten

Für Diabetes-Patienten könnte Prädiktive Medizin vor allem bedeuten, dass ihr Risiko für bestimmte Folgeerkrankungen vorhersagbar wird. Entsprechend können gezielte Präventionsmaßnahmen eingesetzt werden, um diesen Folgeerkrankungen möglichst lange vorzubeugen. Andererseits ist es bedeutsam, die Wirkung bestimmter Medikamente zur Einstellung des Diabetes, aber auch zur Behandlung anderer vorhandener Erkrankungen auf den Organismus des Patienten abzuklären, um schlussfolgernd die für das Individuum bestmögliche Therapie zu finden. Laut Professor Golubnitschaja können dadurch, bezogen auf die genetische Beschaffenheit des individuellen Organismus, Medikamente wirkungsvoller beim Betroffenen zum Einsatz gelangen.



Traditional Tibetan Medicine

THE MIRROR · No. 106 · September, October 2010